Name | Neccarus | ![]() |
Alter | 12 Jahre (abgefüllt 2013) | |
Alkohol | 43 % | |
Abfüller | Alt Enderle | |
Lagerung | Holzfässer (… wobei da sicher auch Sherry drin war…) | |
Sonstiges | Nicht kühlgefiltert, kein Farbstoff | |
Region | Deutschland | |
Kategorie | Lustigmacher |
Farbe | Dunklerer Bernstein mit etwas Kupfer |
Geruch | Den allerersten Eindruck mal verfliegen lassen (Erbrochenes, Kuhstall), danach trockenes Nadelholz, Zitrus, Würze (Koriander, Muskat, etwas Maggikraut), sehr reife Tropenfrucht (immer noch dieses stallig-moderige), Röstaromen (um noch nicht von Rauch zu schreiben), Hefeteig und Streusel, Vanille, altes Holz von einer Tabakkiste |
Geschmack | Süß, Sherry, Zitrusfrucht, verhaltener Alkohol, Vanille, ein wenig Fenchel, frischeres Holz, süße Schärfe (ja, auch das gibt es… Sirup und Chili), etwas schwarzer Tee |
Finish | Mittellang, malzige Süße, bitterer schwarzer Tee, frische ätherische Noten und etwas Schärfe, Spritzgebäck, bleibt bitter und frisch |
Aromen | Frucht | Getreide | Süße | Holz | Würze | Alkohol | Rauch |
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Mein Fazit | Vergesse ich einmal die ersten Minuten im Glas, die nun wirklich nicht erfreulich sind, ist das ein grundsolider Dram. Wobei mir auch hier wieder auffällt, dass die Brennerei offensichtlich einen eher deutlichen Charakter von Fässern und Holz bevorzugt. Da ist nichts schlimmes dran, nur möchte ich dann lieber keine Abfüllung probieren, die nur in Bourbonfässern gelagert wurde. Der (hier stark vermutete) Sherry hält diese Noten noch ein wenig in Schach, wenngleich hierdurch eine ziemlich penetrante, vergoren wirkende Süße ins Glas kommt. Was noch? Ach ja, Geschmack und Abgang sind eher von der eindimensionalen Art, mit weniger Aussagekraft. Ich würde mich dennoch sehr freuen, wenn ich in Zukunft noch ein paar andere länger gereifte Single Malts aus Deutschland probieren dürfte. Schön, dass es solche positiven Ausnahmen gibt. |