Name | Bunnahabhain | ![]() |
Alter | 30 Jahre (1979/2009) | |
Alkohol | 45,5 % | |
Abfüller | Ian MacLeod (Chieftain’s Choice) | |
Fassnummer | 9622 | |
Lagerung | Sherrybutt (Europäische Eiche) | |
Sonstiges | Nicht kühlgefiltert, kein Farbstoff | |
Region | Islay | |
Kategorie | Lustigmacher |
Farbe | Kastanie, Kupfer und gut gezogener Hagebuttentee |
Geruch | Würzig, viel Nadelholz, leicht bissig, würziges Karamell, dann auch Trauben, Rosinen und köchelndes Pflaumenmus, wirkt jetzt milder, cremiger, Holz wird trockener und laubt mehr, ein wenig Orangenschale und frische Ananas, immer noch würziges Karamell, etwas Vanille und Banane, ein klein wenig Maische (Brauereifeeling), später auch etwas Darjeeling Second Flush |
Geschmack | Süßlich-mild, mehr Früchte, sehr reif und süß, Honig, fruchtiger Sherry, dann der brutale Schwenk zu Holz, zu Schärfe und zu Bitterkeit… bekommt der plötzlich Kraft, eingelegte dunkle Früchte, alles mit süßem Hintergrund, Asche (nein, kein Rauch), ziemlich ekelige nussige Bitterkeit, prickelnd lebendig und adstringierend |
Finish | Recht lang, jetzt raucht’s auch, Getreide, Johannisbeersaft, deutliche Nuss (wesentlich angenehmer als im Mund), dennoch mit undefinierbarem eigenwilligen Nachgeschmack, ein paar ätherische Noten, endet mit fruchtiger Bitterkeit, einem trockenen Holz-Nuss-Gemisch und etwas feuchtem Rauch |
Aromen | Frucht | Getreide | Süße | Holz | Würze | Alkohol | Rauch |
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Mein Fazit | Was war denn das? Das ging ja geschmacklich von hinten durch die Brust ins Auge; eine ziemliche Achterbahnfahrt. Die Nase beginnt als Hammer und entwickelt sich danach prächtig. Der Mund beginnt sanft und schlägt dann zu (sollte man nicht zu lange im Mund behalten!). Und der Abgang überrascht direkt vom Start mit einem Rauch, der in dieser Art vorher nicht angekündigt war. Wow! Kraftvoll und abwechselnd ist dieser Dram zweifelsohne, mit einem interessanten Zusammenspiel aus Destillat und Fass. Doch er hat auch Schwächen, wenn man ihm zu viel Zeit gibt. In der Nase entwickelt sich zwischendurch ein süffiges Brauereiaroma und im Mund bekommen die Nüsse einen für meinen Geschmack unglaublich penetranten Beigeschmack. Also… Lustigmacher oder Handwerkskunst? Lustigmacher. Die Brennerei kann das besser, besser und stimmiger, auch ohne so viel Fasseinfluss. |